Mehr als nur ein Effekt


Das Deep Picture ist ein Verfahren in der Bildbearbeitung, welches einen bestimmten Bereich eines Bildes in hoher Auflösung erhält und dessen Umgebung in nach außen hin stetig anwachsenden Pixeln auflöst. Der detaillierte Bereich kann dabei genau festgelegt, das Wachstum der Pixel zu den Rändern hin genau angegeben werden. Durch das Verfahren kann nicht nur ein interessanter Effekt erzielt werden, es gibt auch einen direkten technischen Nutzen: Es wird Speicherplatz gespart. So lassen sich große Bilder schneller öffnen, Websites schneller laden und eine größere Anzahl an Bildern auf kleinen Datenträgern aufbewahren.

Ich differenziere zwischen linearem und exponentiellem Pixelwachstum.


Versuche diesen Effekt mit existierender Bildbearbeitungssoftware zu imitieren - du wirst scheitern, dieser Effekt ist brandneu!


Update des Prototypen

Jetzt können Farbwerte genau berechnet, sowie auch ein exponentielles Pixelwachstum ausgewählt werden. Beim oberen Bild wachsen die Pixel vom Zentrum aus exponentiell an. Für das untere Bild wurde ein lineares Pixelwachstum ausgewählt. Für beide Bilder wurden die Farbwerte genau berechnet (RGB)

Abgesehen von ästhetischen Faktoren stößt der Effekt mit seinem technischen Nutzen bei dieser Einstellung (relativ großer Faktor für das ''Pixelwachstum'') an seine Grenzen. Der Nutzer erkennt neben dem höchsten Gebäude im Zentrum der Netzstruktur lediglich einige hohe Gebäude am linken Bildrand und weiß, dass auch ganz rechts im Bild noch blauer Himmel vorherschend ist. An diesem Beispiel kann man jedoch den Vergleich der beiden Einstellungsmöglichkeiten (linear und exponentiell) gut nachvollziehen.



Farbauswahl

Unten sieht man einmal den direkten Vergleich der drei Einstellungsmöglichkeiten betreffs der Farbauswahl. Sie können entweder durch Auswertung der RGB-Werte genau berechnet werden (höherer Rechenaufwand), ausgewählt werden, indem die am häufigsten im ursprünglichen Bild vorkommende Farbe ein gesamtes Feld/Pixel einfärbt oder zufällig aus dem ursprünglichen Bildmaterial herausgepickt werden, wobei bei jeder Umwandlung andere Resultate entstehen.

Zufällige Farbe

Am häufigsten auftretende Farbwerte

Farbwerte genau berechnet (RGB)


Original

PNG - 61,6 MB; JPG - 13,7 MB; HEIF - 11,9 MB

Spare Speicherplatz


Der ästhetische Nutzen des Programms ist wohl eindeutig eine Frage der persönlichen Meinung. Was ist aber mit dem technischen? Oft habe ich davon gesprochen, dass man durch den Effekt Speicherplatz einsparen kann, was bei sehr großen Bildern mit kleinen Details sinnvoll sein kann, aber wie sehen die Fakten aus?

Ich habe hier ein 10'000 x 5'000 Pixel Beispielbild ausgewählt. Es handelt sich um eine Aufnahme vom Mainufer in Frankfurt. Das Bild ist lizenzfrei und stammt von Pexels.


Im Downloadbereich dieser Website findest du ein Panorama namens ''LGBTQ+.heif'', welches die enorme Speicherplatzersparnis demonstriert.

Ich habe kürzlich das Bildformat HEIF für mit dem Konverter erzeugte Bilder entdeckt. In der Originaldatei lässt sich damit gegenüber JPG nicht allzu viel gut machen, doch im Deep Picture lässt sich ohne weiteren Qualitätsverlust enorm viel Speicherplatz sparen, während die Details (In diesem Fall das Boot, vor allem dessen Bezeichnung) komplett erhalten bleiben.


Ihr seht oben die Originaldateie (JPG) sowie unten die mit dem Deep Picture Konverter konvertierte Variante (JPG) mit ihrem jeweiligen Speicherbedarf. Ich musste für die Anzeige auf der Website JPG verwenden, da HEIF hier noch nicht unterstützt wird.

Deep Picture

PNG - 5,36 MB; JPG - 2,86 MB; SVG - 8,44 MB; HEIF - 519 kb


Erhalte das Gesamtbild

Der Effekt bzw. das Verfahren muss das Gesamtbild nicht zwangsläufig in Pixeln Auflösen. Eine grundlegende, an geläufige Bildschirmformate anpassbare Grundauflösung kann selbstverständlich erhalten werden.

Behalte die Details

In vielen Bildern gibt es kleine Bereiche, welche beinahe die gesamte Aufmerksamkeit des Betrachters beanspruchen. Nur hier lohnt es sich, mit dem Scrollrad der Computermaus näher heranzuzoomen. Warum dann also das gesamte Bild unnötig hoch auflösen? Abgesehen vom eingesparten Speicherplatz, welcher sich bei kleineren Bildern ohnehin vernachlässigen lässt, ist so erst einmal ein Fokus gesetzt. Unwichtiges wird ausgeblendet, Wichtiges zentriert und betont.


Garantiere harmonische Übergänge

Ein Bild im Sinne des Deep Picture besteht nicht einfach aus hoch- und weniger hoch aufgelösten Bereichen, es wird gestaffelt. Die Pixel wachsen harmonisch von einem Punkt oder Bereich des Bildes an, wobei man sowohl zwischen linearem und exponentiellen Wachstum wählen kann, als auch die relative Größenänderung der einzelnen Pixel genau einstellen kann. Wo endet hier der scharfe Bereich, wo beginnt der körnige? Dieses Beispielbild ist aus der SVG-Datei heraus entstanden, weshalb die Netzstruktur in Ansätzen erkennbar ist.

Die lineare Netzstruktur

Hier sieht man die lineare Struktur, die Pixel wachsen hier von Reihe zu Reihe um einen bestimmten, absoluten Wert - in diesem Falle ''1''. Dieses Verfahren ist bereits seit Fertigstellung des ersten Prototypen am 27.10.21 möglich.

Die exponentielle Netzstruktur

In diesem Bild nun sieht man einmal wie so eine exponentielle Netzstruktur aufgebaut ist, jedes dieser Felder bildet einen ''Pixel'' im fertigen Deep-Picture. Ich favorisiere diese Einstellung gegenüber der linearen, sie bringt schönere und sinnvollere Ergebnisse hervor.

Erweitere den hoch aufgelösten Bereich

Wenn wie hier das ganze Motorrad zusammen mit seinem coolen Fahrer im Mittelpunkt steht, kann man den hochauflösenden Bereich natürlich beliebig ausweiten. Ich habe für dieses Beispiel einmal wieder die lineare Netzstruktur gewählt.


''Deep-Stitching''

Interessant wäre auch die Möglichkeit, ein Deep Picture aus mehreren Fotos mit jeweils unterschiedlichem Zoom-Faktor zu erstellen. Nahezu unbegrenzt viele Bilder könnten zu einem einzigen zusammengefügt werden, wobei doppelte Informationen automatisch eliminiert, jedoch kein Detail mehrfach auftaucht (es gibt dann schließlich nur noch ein Bild). Beim Deep-Stitching, wie man es nennen könnte, würden diese Bilder zusammengefügt um den Vorteil aus jeder der Aufnahmen zu ziehen, welcher entweder in seinem weiten Winkel, oder der hohen Auflösung liegt.


Das auf diese Weise entstandene unglaublich große Foto (mit seinen unterschiedlich hoch aufgelösten Bereichen) sollte man dann einmal durch den Deep-Picture Converter lassen, um Übergänge harmonisch zu gestalten und die Dateigröße weiter zu reduzieren.


Erschaffe ein Kunstwerk

Schönheit liegt im Auge des Betrachters - Manche finden's cool, Andere können weniger damit anfangen.

Vor Allem unter Fans von Pixel Art habe ich einiges an gutem Feedback bekommen.


Diese Website hat noch mehr zu bieten

Im Menü oben findet man einige weitere Infoseiten, eine Galerie, ein Kontaktformular sowie sogar einen Downloadbereich. Alternativ kann man auch die Buttons hier unten nutzen.